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Beschaffung · Betrieb

Meraki-Lizenzen: Das Modell entscheidet, nicht der Preis

Bei Cisco Meraki ist die Lizenz keine Beigabe zur Hardware, sondern die Betriebsgrundlage. Welches der beiden aktiven Modelle Sie wählen, entscheidet über Ihr Verlängerungsdatum, über die Wirkung jedes neuen Standorts auf alle bestehenden — und darüber, ob ein verpasster Termin ein Ärgernis oder ein Ausfall ist. Zurück lässt sich die Wahl nicht ohne Weiteres nehmen.

Von ConfiglaneVeröffentlicht Aktualisiert 12 Min. LesezeitCisco Meraki

Das Wichtigste in Kürze

  • Meraki führt drei Lizenzmodelle: Subscription, Co-Termination und Per-Device. Per-Device nimmt dort, wo Subscription verfügbar ist, keine Umsteiger mehr auf — praktisch fällt die Wahl zwischen den ersten beiden.
  • Co-Termination mittelt alle aktiven Lizenzen auf ein gemeinsames Ablaufdatum. Maßgeblich ist dabei das Lizenzlimit, nicht der aktuelle Gerätebestand: Geräte abzubauen verlängert das Datum also nicht.
  • Subscription läuft auf Netzebene statt organisationsweit und erlaubt damit unterschiedliche Stufen innerhalb einer Organisation. Laufzeiten von 36 bis 84 Monaten mit selbst gewähltem Start- und Enddatum.
  • Bei Ablauf trennen sich die Modelle: Unter Co-Termination und Per-Device wird die Hardware nicht mehr betriebsfähig. Unter Subscription läuft der Verkehr weiter, entzogen wird die Verwaltbarkeit — nach dem Prinzip „last in, first out“.

Zusätzliche Lizenzen vorab planen: Mit dem Co-Term-Rechner direkt die neue Laufzeit simulieren. Für die Beschaffung entscheidet außerdem, welches Lizenzmodell die Organisation trägt: Es bestimmt, wann Sie verlängern, welche Netze einen Termin teilen und was nach Ablauf und Kulanzfrist passiert. Und es lässt sich nicht beliebig wechseln.

Drei Modelle, von denen zwei zur Wahl stehen

Meraki dokumentiert drei Lizenzmodelle: Subscription, Co-Termination und Per-Device Licensing (PDL). Das dritte ist praktisch geschlossen — für Kunden, die in Regionen mit verfügbarer Subscription-Lizenzierung auf dieses Modell wechseln möchten, steht es nicht mehr zur Verfügung. Bestehende PDL-Organisationen laufen weiter, für eine Neuentscheidung bleiben also Subscription und Co-Termination.

Co-TerminationSubscription
Geltungsbereichdie gesamte OrganisationNetze werden einer Subscription zugeordnet; mehrere Netze können sie teilen
Ablaufdatumein gemeinsames, gemitteltes Datumje Subscription, Start und Ende selbst gewählt
Laufzeiten1, 3, 5, 7 und 10 Jahre36 bis 84 Monate
Abrechnungim Vorausmonatlich, quartalsweise, jährlich oder vorausbezahlt
Bei AblaufHardware wird nicht mehr betriebsfähigVerkehr läuft weiter, Verwaltung entfällt
Verfügbarkeitweltweitweltweit außer Russland und Belarus; regionale Cloud-Vorgaben beachten
Die beiden Modelle im direkten Vergleich

Co-Termination: ein Datum für alles

Co-Termination führt jede Lizenz einer Organisation auf dasselbe Ablaufdatum. Meraki beschreibt die Rechnung offen: Alle aktiven Lizenzen werden zusammengemittelt und durch das Lizenzlimit der Geräte in der Organisation geteilt. Das Ergebnis ist die verbleibende Laufzeit — für alle Geräte gleichzeitig.

Für ein Filialnetz, das über Jahre wächst, ist das die entscheidende Eigenschaft: Zusätzliche Lizenzen für einen neuen Standort können das gemeinsame Datum verändern. Das ist kein Fehler, sondern der Zweck des Modells — ein Termin, eine Verlängerung, eine Rechnung. Es heißt aber auch, dass sich der Verlängerungszeitpunkt einer Organisation im Wachstum laufend bewegt und nicht einmal jährlich festgezurrt werden kann.

Co-Term-Rechner: das gemeinsame Datum vorab simulieren

Merakis eigener Lizenzrechner liegt im Dashboard hinter der Anmeldung — hilfreich im Betrieb, unerreichbar in der Angebotsphase. Für die Größenordnung vor dem Kauf genügt die dokumentierte Rechnung, und genau die bildet dieser Rechner ab: Bestandspositionen mit ihren Restlaufzeiten, neue Lizenzen mit voller Laufzeit.

Interaktiv

Positionen wie im Dashboard: Gerätezahl und verbleibende Lizenztage je Bestandsposition, neue Lizenzen mit ihrer vollen Laufzeit. Das Preisgewicht bildet Merakis Dollar-Days-Gewichtung ab — solange alle Geräte derselben Preisklasse angehören, bleibt es auf 1.

GeräteLizenztagePreisgewicht

Gemeinsame Restlaufzeit

851Tage

Rechenweg nach Merakis dokumentiertem Verfahren: Summe aus Gewicht × Geräte × Tage, geteilt durch die gewichtete Gerätezahl, gerundet auf ganze Tage. Verbindlich rechnet der Lizenzrechner im Dashboard — die Quellen am Artikelende führen beide Verfahren.

Subscription: Laufzeit je Netz statt je Organisation

Subscription verschiebt die Lizenzierung von der Organisation auf die Netzebene. Ein Netz ist jeweils genau einer Subscription zugeordnet; mehrere Netze derselben Organisation können dieselbe Subscription nutzen. Ein eigener Standort hat deshalb nicht automatisch einen eigenen Vertragstermin. Unterschiedliche MX-Stufen sind innerhalb einer Organisation unter verschiedenen Subscriptions möglich.

  • Laufzeit 36 bis 84 Monate, mit selbst bestimmtem Start- und Enddatum — der Termin folgt Ihrem Vertragsjahr, nicht dem Zufall der Einlösereihenfolge.
  • Abrechnung monatlich, quartalsweise, jährlich oder vorausbezahlt statt ausschließlich im Voraus.
  • Feature-Stufen sind wechselbar, ohne die Lizenzstruktur neu aufzubauen.
  • Verfügbar weltweit außer in Russland und Belarus. Für Indien und Kanada nennt Cisco den Kauf über lokale Preislisten, Claiming und Verwaltung aber derzeit nur auf meraki.com, nicht auf meraki.in oder meraki.ca.

Essentials oder Advantage: die Stufenfrage

Innerhalb der Subscription-Lizenzierung folgt die zweite Entscheidung: die Feature-Stufe — Essentials oder Advantage, gewählt je Netz und Produktklasse (Wireless, Switching, Security/SD-WAN). Die Begriffe gehören zum Subscription-Vokabular; unter Co-Termination heißen die MX-Editionen stattdessen Enterprise, Advanced Security und Secure SD-WAN Plus. Wer beide Namenswelten in einem Angebot mischt, vergleicht Äpfel mit Birnen.

An der MX zeigt sich, was die Stufe trennt: Advantage bündelt unter anderem die ThousandEyes-Integration samt Internet-Ausfallanalyse, Adaptive Policy (SGT-Zuweisung), SD-Internet-Steuerung sowie Web-App-, WAN- und VoIP-Health — Essentials führt die Kernfunktionen. Eine Ausnahme dokumentiert Meraki ausdrücklich: Die vMX unterstützt die Advantage-Stufe nicht; ein Netz mit beanspruchter vMX kann sie für diese Produktklasse nicht setzen.

  • Stufe je Netz und Produktklasse — die Zentrale kann Advantage fahren, während die Filiale mit Essentials auskommt, in derselben Organisation.
  • Aufstieg ohne Umbau: Der Wechsel von Essentials auf Advantage ist ein dokumentierter Upgrade-Pfad, kein neues Lizenzprojekt.
  • 30-Tage-Advantage-Trial je Netz und Produktklasse, kostenfrei. Danach fällt die Klasse automatisch auf Essentials zurück — Verkehr und Basisverwaltung laufen weiter, nur die Advantage-Funktionen enden. Ein neuer Versuch derselben Klasse ist erst nach 45 Tagen möglich.

Was bei Ablauf passiert — hier hört die Ähnlichkeit auf

Beide Modelle gewähren bei Nichteinhaltung zunächst eine Kulanzfrist von 30 Tagen. Danach verhalten sie sich grundlegend verschieden, und dieser Unterschied ist der eigentliche Grund, das Modell bewusst zu wählen.

Unter Co-Termination und PDL wird die betroffene Hardware nicht mehr betriebsfähig: Sie lässt sich nicht mehr konfigurieren, und die Netzprodukte lassen keinen Verkehr mehr ins Internet. Ein verpasstes Datum ist damit ein Ausfall.

Unter Subscription läuft das Netz weiter. Organisationen, die außerhalb der Konformität und über die 30 Tage hinaus sind, funktionieren weiter und leiten Datenverkehr weiter — Meraki stellt das ausdrücklich der Abschaltung des Vorgängermodells gegenüber. Stattdessen greifen automatisierte Maßnahmen, die den nicht konformen Geräten die Verwaltbarkeit entziehen, nach dem Prinzip „last in, first out“.

Lizenzverlängerung und Hardware-Lifecycle gemeinsam planen

Lizenzablauf, End-of-Sale (EOS) und End-of-Support (EOST) sind getrennte Termine. EOS bezeichnet den letzten Bestelltermin eines Produkts; EOST das Ende seiner aktiven Herstellerunterstützung. Ein vorhandenes Gerät erreicht mit EOS weder sein Lizenzende noch automatisch einen Abschalttermin. Eine verlängerte Lizenz verschiebt umgekehrt kein EOST. Für den Hardwareplan zählt die konkrete Produktankündigung, nicht eine pauschale Lebensdauer.

  1. Planung mit klarer Zuständigkeit führen

    Organisation, Netze, Lizenzmodell, Subscription-Zuordnung, Produktklasse und Stufe, Gerätetypen und Mengen, Ablaufdatum, EOS/EOST-Quelle, Ersatztermin und Verantwortliche erfassen. Das ist eine eigene Planungsliste; einen automatischen Lifecycle-Gesamtreport im Dashboard setzt sie nicht voraus.

  2. Mengen und Ersatz vor dem Angebot klären

    Unter Co-Termination aktuellen Bestand und Lizenzlimits je Gerätetyp abgleichen. Ein als Renewal eingelöster Schlüssel ersetzt die bisherigen Limits; fehlende Positionen können die Organisation aus der Konformität bringen. Bei Subscription die tatsächlich zugeordneten Netze und benötigten Mengen zugrunde legen.

  3. Vorlauf mit einem Ergebnis verbinden

    Als eigene Planungsregel etwa 120 Tage vorher Bestand und Hardwareplan prüfen, 90 Tage vorher Angebot und Budget entscheiden und 30 Tage vorher die Verlängerung abschließen. Diese Abstände sind eine Arbeitshilfe, keine Cisco-Fristen. Beschaffungs- und Umbauzeiten können mehr Vorlauf verlangen.

  4. Den erledigten Vorgang nachweisen

    Nach der Verlängerung tatsächliche Laufzeit, Mengen und Zuordnung mit der Bestellung abgleichen, die bestätigten Werte samt Prüfdatum festhalten und den nächsten Termin setzen. Hardwareersatz bekommt einen eigenen Auftrag und eine eigene Abnahme.

Ausgefülltes Beispiel: drei Standorte, zwei Subscriptions

Netz / BestandSubscription / Stufe / LizenzendeHardwareannahme / ErsatzNächster Schritt / Verantwortung
Zentrale · 12 APs Generation ASUB-A · Essentials · 31.03.2027EOS bereits erreicht; fiktives EOST 31.12.2028 · Ersatz Q3/2028Bis 01.12.2026 Verlängerung und Ersatzkosten gemeinsam planen · IT-Leitung
Filiale Nord · 6 APs Generation ASUB-A · Essentials · 31.03.2027Wie Zentrale · Ersatz im selben Projekt Q3/20286 APs im gemeinsamen SUB-A-Angebot berücksichtigen · Einkauf
Filiale Süd · 4 APs Generation BSUB-B · Essentials · 30.09.2029Im Beispiel kein EOST angekündigt · Lifecycle erneut vor nächstem Hardwarekauf prüfenEigene Subscription-Laufzeit führen; Gerätezahl beim Ausbau prüfen · Standort-IT
Planungsstand 07.09.2026 · Organisation Beispiel Handel · Wireless

Die konkrete Entscheidung im Beispiel: SUB-A umfasst 18 APs in zwei Netzen, SUB-B weitere vier. Die geplante Verlängerung von SUB-A bis 31.03.2030 braucht einen Ersatzplan für Generation A vor Ende 2028; die Lizenz wäre kein Beleg für Hardwareunterstützung bis zum Vertragsende. Unter Co-Termination wäre die Rechnung anders: Alle Lizenzen dieser Organisation liefen auf ein gemeinsames Datum. Neue Lizenzpositionen für einen Ausbau lassen sich im Rechner vorplanen; für eine Bestellung bleiben die tatsächlichen Lizenzdaten maßgeblich.

Was daraus für die Beschaffung folgt

  1. Modell vor Hardware entscheiden

    Weil Subscription-Schlüssel in einer aktiven Alt-Modell-Organisation nicht eingelöst werden können und der Weg von PDL zu Subscription endgültig ist, ist das keine Frage für später.

  2. Wachstum durchrechnen, nicht den Ist-Stand

    Unter Co-Termination wirken zusätzliche Lizenzpositionen auf das gemeinsame Datum. Wer in drei Jahren doppelt so viele Standorte hat, sollte wissen, wo der Termin dann liegt.

  3. Das Ablaufverhalten schriftlich festhalten

    Ob bei Ablauf der Verkehr stoppt oder die Verwaltung, gehört ins Angebot und ins Betriebshandbuch — nicht in die Erinnerung eines Einzelnen.

  4. Vorlauf einplanen, nicht Kulanz

    Die 30 Tage sind ein Sicherheitsnetz, kein Verfahren. Ein Verlängerungsvorgang, der erst mit der Warnmeldung beginnt, ist schon zu spät angesetzt.

Wie wir Lizenzlaufzeiten im laufenden Betrieb führen — zusammengeführte Termine, geplante Verlängerungen, Vorlauf vor jeder Frist — steht unter Cisco Meraki. Was an Struktur dazugehört, sobald es um viele Standorte geht — Templates, Claiming und die Reihenfolge — behandelt der Beitrag zum Meraki-Rollout über viele Standorte.

Quellen

Jede belegte Aussage dieses Beitrags ist hier nachvollziehbar. Das Abrufdatum sagt, wie frisch die Prüfung ist.

  1. Subscription — Licensing Network Bindingöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 7. September 2026

  2. Licensing — die drei Modelle im Überblicköffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 26. August 2026

  3. Meraki Co-Termination Licensing Overviewöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 7. September 2026

  4. Subscription Licensingöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 7. September 2026

  5. Subscription — License Compliance Cloud Experienceöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 26. August 2026

  6. General Licensing FAQsöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 26. August 2026

  7. Subscription — MX Licensing (Stufen Essentials/Advantage)öffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 1. September 2026

  8. Subscription Advantage Feature Tier Trialsöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 1. September 2026

  9. The Science behind Licensing Co-Terminationöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 1. September 2026

  10. Using the License Calculatoröffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 1. September 2026

  11. Meraki End-of-Life (EOL) Products and Datesöffnet in neuem Tab

    Cisco Meraki Documentation · abgerufen am 7. September 2026

FAQ

Häufige Fragen zu Meraki-Lizenzen

Können wir von Co-Termination auf Subscription wechseln?

Nicht nebenbei. Subscription-Lizenzschlüssel lassen sich in einer Organisation, die aktiv ein Alt-Modell nutzt, nicht einlösen. Für die Umstellung einer PDL-Organisation auf Subscription verweist Meraki auf einen Support-Fall und bezeichnet die Umstellung als endgültig. Praktisch heißt das: Der Wechsel ist ein Vorhaben mit Vorlauf, kein Schalter im Dashboard.

Verlängert sich unser Ablaufdatum, wenn wir Geräte außer Betrieb nehmen?

Nein. Das gemeinsame Co-Termination-Datum hängt am Lizenzlimit der Organisation, nicht am aktuellen Gerätebestand. Hardware abzubauen verschiebt den Termin deshalb nicht. Wer den Bestand dauerhaft verkleinert, muss das Limit selbst anpassen, damit sich das in der Rechnung niederschlägt.

Was passiert, wenn wir mitten im Jahr einen Standort dazunehmen?

Unter Co-Termination geht die neue Lizenz in die gemeinsame Mittelung ein und verschiebt damit das Ablaufdatum aller bestehenden Geräte. Der Versatz wird dabei berücksichtigt: Eine Lizenz, die mitten in der Laufzeit einer anderen eingelöst wird, geht mit ihrer Restlaufzeit in die Rechnung ein, nicht mit der vollen. Unter Subscription entscheidet die Zuordnung: Das Netz kann eine vorhandene Subscription teilen oder einer separaten Subscription mit eigener Laufzeit zugeordnet werden.

Steht unser Netz still, wenn eine Lizenz abläuft?

Das hängt am Modell. Unter Co-Termination und Per-Device wird die betroffene Hardware nach der 30-tägigen Kulanzfrist nicht mehr betriebsfähig und lässt keinen Verkehr mehr ins Internet. Unter Subscription läuft der Datenverkehr weiter; entzogen wird die Verwaltbarkeit der nicht konformen Geräte, nach dem Prinzip „last in, first out“. Ein Netz, das man nicht mehr konfigurieren kann, ist allerdings auch kein Zustand, in dem man bleiben will.

Welches Modell passt für ein wachsendes Filialnetz?

Subscription kann passen, wenn Standorte getrennte Vertragszyklen brauchen. Dafür ist die passende Subscription-Zuordnung entscheidend: Mehrere Netze können auch denselben Vertrag teilen. Co-Termination spielt seine Stärke dort aus, wo der Bestand stabil ist und Verwaltungsaufwand zählt: ein Datum, eine Verlängerung, eine Rechnung. Die Entscheidung sollte am geplanten Wachstum hängen, nicht am heutigen Stand.

Was unterscheidet Essentials und Advantage?

Die Feature-Stufe innerhalb der Subscription-Lizenzierung, gewählt je Netz und Produktklasse. Advantage ergänzt bei der MX unter anderem die ThousandEyes-Integration, Adaptive Policy und SD-Internet-Steuerung; die vMX unterstützt Advantage nicht. Der Aufstieg von Essentials ist ein dokumentierter Upgrade-Pfad, und je Produktklasse gibt es einen kostenfreien 30-Tage-Trial mit automatischem Rückfall auf Essentials.

Gibt es Per-Device-Lizenzierung (PDL) noch?

Für Bestandsorganisationen ja — sie laufen unverändert weiter. Neu hinein kommt praktisch niemand mehr: In Regionen mit verfügbarer Subscription-Lizenzierung nimmt PDL keine Umsteiger mehr auf, und die Umstellung einer PDL-Organisation auf Subscription beschreibt Meraki als endgültig. Wer heute neu wählt, wählt zwischen Subscription und Co-Termination.

Wie lang ist die Kulanzfrist bei Meraki-Lizenzen?

30 Tage, in beiden Modellen. Unter Co-Termination und Per-Device wird die betroffene Hardware danach betriebsunfähig; unter Subscription läuft der Verkehr weiter, entzogen wird die Verwaltbarkeit der nicht konformen Geräte. Die Frist ist ein Sicherheitsnetz, kein Verfahren — eine Verlängerung, die erst mit der Warnmeldung beginnt, ist zu spät angesetzt.

Was haben End-of-Sale und End-of-Support mit der Lizenz zu tun?

Es sind zwei getrennte Uhren. Die Lizenz endet nach ihrer Laufzeit; für die Hardware gelten eigene Verkaufs- und Supporttermine: Das End-of-Sale wird in der Regel sechs Monate vor dem letzten Bestelldatum angekündigt, das End-of-Support liegt typischerweise fünf Jahre nach dem End-of-Sale. Für die Planung heißt das: Eine lange Lizenzlaufzeit ersetzt keinen Hardwareplan. Wer Ersatzgeräte samt neuer Lizenz einbringt, verschiebt unter Co-Termination das gemeinsame Ablaufdatum aller anderen — der Rechner oben zeigt, um wie viel.

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