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Lebenszyklus · Upgrade

Catalyst Center 2.3.7: Die Wartung endet im Dezember, der Weg auf 3.x ist eine Einbahnstraße

Am 17. Dezember 2026 endet die Softwarewartung für Catalyst Center 2.3.7. Wer jetzt plant, entscheidet über Version, Hardware und Datenflüsse zugleich — und zwar in eine Richtung, aus der Cisco keinen Rückweg vorsieht.

Von ConfiglaneVeröffentlicht 10 Min. LesezeitCisco Catalyst Center

Das Wichtigste in Kürze

  • Cisco nennt für Catalyst Center 2.3.7.x den 17. Dezember 2026 als Ende der Softwarewartung und den 17. Juni 2027 als letzten Supporttag; für alle älteren Releases der Tabelle ist der letzte Supporttag bereits vorbei.
  • Das Upgrade von 2.3.7.x auf 3.1.6 führt über einen eigenen Plattform-Upgrade-Workflow auf eine neue Architektur, und danach ist laut Cisco kein Wechsel zurück auf ein früheres Release möglich.
  • Die DN3-Appliance ist nur noch bis 31. Dezember 2026 bestellbar; ihr Nachfolger DN4 setzt Catalyst Center 3.3.1 oder neuer voraus, das Cisco derzeit als Controlled-Availability-Release führt.
  • Der AI Assistant braucht eine Registrierung bei Cisco Catalyst Cloud, und die Daten werden laut Cisco vorrangig in den USA verarbeitet und gespeichert — vor dem Einschalten gehört das in eine Datenschutzprüfung.

Eine Catalyst-Center-Installation, die läuft, meldet ihr Supportende nicht. Der Termin steht in einer Tabelle von Cisco, und die Antwort darauf ist diesmal mehr als ein Patch: Der Schritt auf 3.x wechselt die Architektur, berührt die Hardwarefrage und bringt Funktionen mit, die Daten an Cisco-Clouddienste senden können.

Was der 17. Dezember bedeutet

Ciscos Richtlinie für Catalyst-Center-Releases kennt zwei Enden. Nach dem Ende der Softwarewartung veröffentlicht Cisco für ein Release keine Wartungsreleases oder Fehlerkorrekturen mehr; die Software wird nicht mehr entwickelt, repariert oder getestet. Nach dem letzten Supporttag sind alle Supportleistungen dafür nicht mehr verfügbar. Als Regel nennt die Richtlinie zwölf Monate nach der Freigabe für das erste und 24 Monate für das zweite Datum.

ReleaseEnde der SoftwarewartungLetzter Supporttag
2.3.7.x17. Dezember 202617. Juni 2027
2.3.6.x6. April 2024 (beendet)6. April 2025 (beendet)
2.3.5.x24. Dezember 2024 (beendet)24. Dezember 2025 (beendet)
Catalyst-Center-Releases und ihre Enden laut Cisco

Die Tabelle reicht bis 2.1.2.x zurück; für jedes Release vor 2.3.7 ist auch der letzte Supporttag vorbei. Maßgeblich ist das Datum in der Tabelle, nicht eine selbst gerechnete Frist. Für 3.x enthält sie (Stand 16. März 2026) noch keine Einträge — das Wartungsende der Zielversion ist deshalb vor der Versionswahl mit Cisco oder dem Partner zu klären.

Der Weg auf 3.x ist eine Einbahnstraße

Für den Schritt von 2.3.7.x auf 3.1.6 hält Ciscos Upgrade-Guide drei Dinge fest: 3.1.6 basiert auf einer neuen Architektur. Der Weg dorthin führt über den Plattform-Upgrade-Workflow. Und nach dem Upgrade ist kein Wechsel zurück auf ein früheres Release möglich.

Der Guide nennt außerdem die zulässigen Ausgangsstände: bestimmte Stände der Patchreihen 2.3.7.7, 2.3.7.9, 2.3.7.10 und 2.3.7.11, jeweils mit festgelegter Build-Nummer. Wer anders steht, patcht zuerst innerhalb von 2.3.7 und vergleicht dabei die Build-Nummer mit der Liste, nicht nur die Versionsnummer.

Die Zielversion ist damit nicht automatisch die neueste. Laut Cisco stehen die 3.x-Releases an unterschiedlichen Punkten:

  • 3.1.6 ist das Ziel des im Upgrade-Guide beschriebenen Schritts aus 2.3.7.x.
  • 3.2.3 ist laut Release Notes allgemein verfügbar, aktuell als Wartungsupdate 3.2.3-75346.100.
  • 3.3.1 ist laut Release Notes ein Controlled-Availability-Release; Zugang gibt es auf Anfrage über den Cisco-Vertrieb.

Für den Weg zu 3.2.3 oder 3.3.1 verweisen beide Release Notes auf Ciscos Upgrade-Guide; wir planen jeden Zwischenschritt gegen dieses Dokument.

Hardware oder virtuell: Die Appliance entscheidet mit

Die zweite Entscheidung betrifft die Plattform unter der Software. Die Termine der drei Appliance-Generationen liegen Jahre auseinander.

ApplianceBestellbar bisLetzter SupporttagSoftware laut Cisco
DN2 (2. Generation)30. März 2024 (beendet)31. März 2029in den Release Notes zu 3.2.3 und 3.3.1 als Hardware geführt
DN3 (3. Generation)31. Dezember 202631. Dezember 2031ebenso; Migrationsprodukt laut Abkündigung: DN4
DN4 (4. Generation)——setzt 3.3.1 oder neuer voraus
Catalyst-Center-Appliances: Termine laut Cisco

Für 3.2.3 und 3.3.1 erzwingt die Software also keinen Hardwaretausch. Die Hardwaretermine laufen trotzdem: DN2-Serviceverträge lassen sich laut Abkündigung nur bis 25. Juni 2028 verlängern. DN3 hat Cisco am 2. Juli 2026 abgekündigt, letzter Liefertermin ist der 31. März 2027; als Migrationsprodukte nennt die Ankündigung DN4-HW-APL, DN4-HW-APL-L und DN4-HW-APL-XL. Laut DN4-Datenblatt setzen diese Catalyst Center 3.3.1 oder neuer voraus — ein Release, das Cisco derzeit nur als Controlled Availability anbietet.

Die dritte Option ist die virtuelle Appliance, und hier unterscheiden sich die Angaben von Release zu Release:

  • 3.1.6: laut Datenblatt VMware ESXi (vSphere 7.0.x oder neuer), AWS und Microsoft Azure; für ESXi nennt es 32 vCPUs, 256 GB RAM, 3 TB Speicher und 180 MB/s I/O-Bandbreite.
  • 3.2.3: laut Release Notes nur VMware ESXi und Ubuntu KVM, jeweils on-premises.
  • 3.3.1: laut Release Notes VMware ESXi on-premises und KVM (Ubuntu Native).

Wer in AWS oder Azure betreibt oder dorthin wechseln will, prüft deshalb zuerst, ob die Zielversion dort freigegeben ist. Und der Wechsel von der Appliance auf eine virtuelle Instanz ist kein Upgrade, sondern ein neues Plattformdesign.

Was 3.x laut Cisco mitbringt

Ob ein Upgrade mehr ist als eine erfüllte Frist, entscheidet sich an den Funktionen, die Sie tatsächlich einsetzen. Das Datenblatt zu 3.1.6 und die Release Notes zu 3.3.1 nennen unter anderem:

  • KI-gestütztes Baselining: eine Baseline der Leistungswerte des eigenen Netzes, die sich laufend anpasst und die KI-Analytik ermöglicht.
  • KI-gestützte Anomalieerkennung: Leistungsprobleme erkennen, harmlose Abweichungen ausblenden, Rauschen reduzieren.
  • ThousandEyes-Agenten: direkt aus Catalyst Center auf alle unterstützten Switches ausrollen, für mehr Sicht auf die Anwendungsleistung.
  • SWIM: Images, Patches und Wartungsupdates zentral verwalten; validierte Images als Standard je Gerätefamilie, Rolle oder Tag festlegen — im Betrieb meist Golden Image genannt.
  • Plug and Play: Cisco-Geräte aus dem Karton werden provisioniert, indem man sie ans Netz anschließt (Zero-Touch-Deployment).
  • Live Protect: laut Release Notes neu in 3.3.1; validiert Security Shields, die Cisco-Produkte ohne Neustart und ohne Dienstunterbrechung schützen.

Das Datenblatt trennt nicht zwischen neuen und vorhandenen Funktionen; was für Ihre Installation neu ist, zeigt erst der Abgleich mit dem heutigen Stand. Wir empfehlen, jede Funktion an einer Betriebsfrage zu messen: Welches heutige Problem löst sie, und braucht sie Lizenzen, eine Cloud-Anbindung oder ein Release, das Sie noch nicht haben? Live Protect etwa kommt erst mit 3.3.1.

Wie wir Assurance in den Betrieb bringen, steht unter Assurance und Fehleranalyse; welche IOS-XE-Version als Standard-Image taugt, behandelt der Beitrag zur IOS-XE-Versionsstrategie.

Der AI Assistant: erst prüfen, dann einschalten

Das Datenblatt zu 3.1.6 beschreibt den Cisco AI Assistant als Werkzeug, um Fragen zu stellen, Probleme zu analysieren und im Netz Maßnahmen auszulösen. Vor dem Einschalten zählen zwei Punkte aus Ciscos Beschreibung des Assistenten.

Erstens braucht er eine Registrierung bei Cisco Catalyst Cloud, in den Systemeinstellungen unter External Services mit einem cisco.com-Konto. Zweitens werden Kundeninhalte und Systeminformationen aus der Nutzung von Catalyst Center laut Cisco „primarily processed and stored in the United States, regardless of your physical location“ — also vorrangig in den USA verarbeitet und gespeichert, unabhängig vom Standort. Das gilt für die Eingaben ebenso wie für die Betriebsdaten, die der Assistent auswertet.

Laut Cisco werden diese Daten nicht zum Training verwendet. Der Assistent steht allen Lizenzstufen offen; seine Funktionen folgen aber den Lizenzstufen der Features, die er nutzt.

Der Upgrade-Plan: Wartungsaufgaben vor, während und nach dem Wechsel

Aus diesen Punkten ergibt sich ein Ablauf. Er beantwortet zugleich die Frage, welche Wartungsaufgaben ein Wechsel auf Catalyst Center 3.x mit sich bringt.

  1. Bestand erfassen

    Release mit Build-Nummer, Appliance oder virtuelle Plattform, Einzelknoten oder Drei-Knoten-Cluster, genutzte Funktionen, Integrationen und API-Nutzer — gelesen aus der Plattform, nicht aus der Projektdokumentation.

  2. Zielbild festlegen

    Zielversion, Plattform und einzuschaltende Cloud-Funktionen gemeinsam entscheiden, begründet gegen die Termine aus Richtlinie und Abkündigungen.

  3. Ausgangsstand herstellen

    Liegt die Installation nicht auf einem im Upgrade-Guide gelisteten Stand, zuerst innerhalb von 2.3.7 patchen — als eigener Change mit eigener Abnahme.

  4. Sichern und vorprüfen

    Vollständiges Backup mit geprüfter Wiederherstellung; Voraussetzungen und Ablauf des Upgrade-Guides für genau diesen Pfad durcharbeiten. Das Backup sichert Daten, einen Rückweg auf 2.3.7 sieht Cisco nicht vor.

  5. Testen

    Den Pfad dort durchspielen, wo ein Fehler nichts kostet, und die Abnahmeprüfungen gleich mit üben.

  6. Wartungsfenster und Abnahme

    Mit Puffer, Go/No-Go-Entscheidung vor dem Start und erreichbaren Verantwortlichen für ISE, ITSM und Automatisierung. Abgenommen wird der Betrieb, nicht die Versionsanzeige.

  • Assurance: Health-Daten bekannter Geräte und Clients sind aktuell, ein bekannter Fehlerfall erscheint wie erwartet.
  • Provisionierung: Ein Testgerät durchläuft Plug and Play bis zur freigegebenen Konfiguration.
  • SWIM: Eine Image-Verteilung auf ein Pilotgerät läuft durch, die Standard-Images sind unverändert gesetzt.
  • Integrationen: ISE, ITSM-Tickets und Ereignis-Abonnements funktionieren; Skripte und Pipelines laufen gegen die neue Version.

Welche Schnittstellen typischerweise daran hängen, beschreibt der Beitrag zur Catalyst-Center-API. Dauerhaft bleiben drei Aufgaben: Patchstände pflegen, die Termine von Software und Appliance verfolgen und den nächsten Wechsel planen, bevor die Wartung endet.

Wie wir Plattform-Upgrades und Softwarestände planen, steht unter SWIM und Lifecycle; ein Wechsel auf neue Hardware oder eine virtuelle Instanz gehört zu Einführung und Plattformdesign. Wenn Sie vor dem 17. Dezember eine belastbare Entscheidung brauchen, können Sie das Catalyst-Center-Upgrade mit uns besprechen.

Quellen

Jede belegte Aussage dieses Beitrags ist hier nachvollziehbar. Das Abrufdatum sagt, wie frisch die Prüfung ist.

  1. Release Notes for Cisco Catalyst Center, Release 3.3.1öffnet in neuem Tab

    Cisco · 2026-09-09 · abgerufen am 25. September 2026

  2. Release Notes for Cisco Catalyst Center, Release 3.2.3öffnet in neuem Tab

    Cisco · 2026-09-21 · abgerufen am 25. September 2026

  3. Cisco Catalyst Center DN4 Data Sheetöffnet in neuem Tab

    Cisco · 2026-08-27 · abgerufen am 25. September 2026

  4. Cisco Catalyst Center 3.1.6 Data Sheetöffnet in neuem Tab

    Cisco · 2026-09-01 · abgerufen am 25. September 2026

  5. Cisco Catalyst Center AI Assistantöffnet in neuem Tab

    Cisco · 2026-05-14 · abgerufen am 25. September 2026

FAQ

Häufige Fragen zum Catalyst-Center-Upgrade

Wann endet der Support für Catalyst Center 2.3.7?

Die Softwarewartung für 2.3.7.x endet laut Cisco am 17. Dezember 2026, der letzte Supporttag ist der 17. Juni 2027. Nach dem ersten Datum gibt es keine Fehlerkorrekturen mehr, nach dem zweiten keinen Support. Für jedes ältere Release in Ciscos Tabelle ist der letzte Supporttag bereits vorbei.

Kann man nach dem Upgrade auf Catalyst Center 3.1.6 zurück auf 2.3.7?

Nein. Laut Ciscos Upgrade-Guide ist nach dem Upgrade auf 3.1.6 kein Wechsel zurück auf ein früheres Release möglich; 3.1.6 basiert auf einer neuen Architektur und wird über einen eigenen Plattform-Upgrade-Workflow erreicht. Backup, Vorprüfung, Test und Abnahmekriterien gehören deshalb vor das Wartungsfenster.

Welche Wartungsaufgaben fallen beim Wechsel auf Catalyst Center 3.x an?

Vor dem Wechsel: Build-Nummer, Appliance und Integrationen erfassen, auf einen gelisteten 2.3.7-Ausgangsstand patchen, Backup mit geprüfter Wiederherstellung anlegen und den Pfad testen. Im Fenster: das Plattform-Upgrade nach Guide. Danach: Assurance, Plug and Play, SWIM sowie ISE-, ITSM- und API-Anbindungen abnehmen. Dauerhaft: Patchpflege, Supporttermine und der Lebenszyklus der Appliance.

Brauchen wir für Catalyst Center 3.x neue Hardware?

Nicht zwingend. Die Release Notes zu 3.2.3 und 3.3.1 führen DN2- und DN3-Appliances als unterstützte Hardware. Die Hardwaretermine laufen aber getrennt: DN2 hat am 31. März 2029 den letzten Supporttag, DN3 ist nur bis 31. Dezember 2026 bestellbar und wird bis 31. Dezember 2031 unterstützt, DN4 setzt Catalyst Center 3.3.1 oder neuer voraus.

Was bringt Catalyst Center 3.x für Assurance, SWIM und Plug and Play?

Das Datenblatt zu 3.1.6 nennt KI-gestütztes Baselining und Anomalieerkennung sowie ThousandEyes-Agenten, die sich direkt aus Catalyst Center auf unterstützte Switches ausrollen lassen. SWIM legt validierte Images als Standard je Gerätefamilie, Rolle oder Tag fest; Plug and Play provisioniert Geräte, sobald sie am Netz hängen. Was davon für Sie neu ist, zeigt der Abgleich mit dem heutigen Stand.

Was ist vor dem Einschalten des AI Assistant in Catalyst Center zu klären?

Vor allem der Datenstandort. Der Assistent setzt eine Registrierung bei Cisco Catalyst Cloud voraus, und laut Cisco werden Kundeninhalte und Systeminformationen vorrangig in den USA verarbeitet und gespeichert, unabhängig vom Standort. Wir empfehlen, die Aktivierung vorher von Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat bewerten zu lassen — als eigene Entscheidung neben dem Upgrade.

Cisco Catalyst Center

SWIM & Lifecycle. Softwarestände mit Plan, nicht nur mit Termin.

Wir organisieren Softwarepflege für den verwalteten Gerätebestand und die Catalyst-Center-Plattform. Zielversion, Voraussetzungen, Reihenfolge und Abnahme werden vor dem Wartungsfenster geklärt.

Lifecycle und SWIM planen

Assessment → belastbarer erster Change